Der Weg zur Gestalttherapie
Mein beruflicher Weg verbindet technisches Denken, kreative Arbeit und persönliche Entwicklung. Nach meinen Studien des Bauingenieurwesens war ich viele Jahre in unterschiedlichen Projekten und Kontexten tätig – angestellt ebenso wie freiberuflich, national wie international, zuletzt vor allem im Projektmanagement von Infrastrukturprojekten. Diese Zeit hat mich geprägt: durch die Arbeit in komplexen Systemen, durch Verantwortung, Entscheidungsprozesse und das Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Akteur*innen.
Parallel dazu begleitete mich stets die Frage, wie Menschen fühlen, denken und sich entwickeln – sowohl im beruflichen Kontext als auch im persönlichen Leben. Mich interessierte weniger das reine Funktionieren als vielmehr das innere Erleben: Wie entstehen Entscheidungen? Wie gehen Menschen mit Übergängen, Unsicherheit oder Veränderung um? Und was unterstützt persönliches Wachstum?
Dabei leitete mich auch meine eigene Erfahrung mit starren perfektionistischen Mustern und dem Weg zu mehr innerer Erlaubnis und Lebendigkeit.
Diese Neugier führte mich über viele Jahre zu intensiver Selbsterfahrung, therapeutischer Arbeit, dem Gestaltansatz und einer kontinuierlichen Achtsamkeitspraxis, die bis heute einen festen Platz in meinem Leben einnehmen. Auf diesem Weg setzte ich mich tiefgreifend mit meiner eigenen Biografie auseinander. Besonders das Verstehen und Lösen aus prägenden Dynamiken meiner Herkunftsfamilie war für mich ein wesentlicher Schritt hin zu echter Autonomie.
Aus dieser Entwicklung heraus wurde mir zunehmend klar, dass ich nicht nur verstehen, sondern auch begleiten möchte – aufmerksam, präsent und im Dialog. Heute schöpfe ich aus der Erfahrung, wie befreiend es ist, die eigene Geschichte nicht mehr nur zu verwalten, sondern sie bewusst zu integrieren und gesunde Grenzen zu finden.
Derzeit befinde ich mich in einer mehrjährigen Ausbildung zum Gestalttherapeuten, in der Theorie, Selbsterfahrung und praktische gestalttherapeutische Arbeit eng miteinander verbunden sind. Diese Ausbildung erlebe ich als fordernd und bereichernd zugleich und als konsequente Weiterführung meines bisherigen Weges.
Auch die Musik ist ein wichtiger Ausdrucks- und Erfahrungsraum für mich. Über viele Jahre war ich als Musiker in verschiedenen Jazz- und anderen Bandprojekten aktiv.
Ergänzend dazu absolvierte ich eine Ausbildung im tontechnischen Bereich, in der ich mich intensiv mit Aufnahme- und Mixingprozessen, Klanggestaltung sowie der technischen Umsetzung musikalischer Prozesse auseinandersetzte. Musik bedeutet für mich Präsenz, Zuhören, Resonanz und Improvisation – Qualitäten, die auch meine gestalttherapeutische Haltung wesentlich prägen.
Was mich ausmacht, ist die Verbindung von Struktur und Offenheit, von Klarheit und Kreativität. Eine improvisierende Haltung ist mir dabei besonders wichtig: das aufmerksame Wahrnehmen dessen, was im Moment entsteht, das Resonanznehmen auf mein Gegenüber und das Gestalten aus dem Augenblick heraus. Daraus entsteht für mich eine lebendige, dialogische Arbeit, die Halt gibt, ohne festzulegen, und Entwicklung ermöglicht, ohne zu drängen.
Wenn Sie neugierig geworden sind oder sich angesprochen fühlen, lade ich Sie ein, Kontakt mit mir aufzunehmen. In einem ersten telefonischen Gespräch können wir gemeinsam schauen, worum es Ihnen geht und ob meine Arbeitsweise für Ihr Anliegen passend erscheint*.
Ich verstehe gestalttherapeutische Begleitung als einen gemeinsamen Weg auf Zeit – getragen von Vertrauen, Achtsamkeit und Offenheit für das, was sich zeigen möchte.
Hier finden Sie mehr zu meinem Angebot in Wuppertal: [Willkommen] | [Angebot]
* Ich arbeite im Bereich der Beratung, Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung. Meine Tätigkeit ersetzt keine heilkundliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Basis-Ausbildung: Gestaltberatung & Prozessbegleitung
Fortbildung in körperorientierter Regulation & Resonanz Vertiefung von Kenntnissen in der Polyvagal-Theorie (nach Porges) und Somatic Experiencing. Schwerpunkt auf der Wahrnehmung von Nervensystem-Zuständen (Aktivierung/Regulation), intuitiver Körperarbeit sowie der Anwendung von Shiatsu-inspirierten Berührungstechniken zur Förderung zwischenmenschlicher Resonanz.
Seit 2024 befinde ich mich in einer umfassenden, mehrjährigen Ausbildung zum Gestalttherapeuten an der Irgendwie-Anders Akademie, die ich im April 2026 abschließen werde. Meine Arbeit wird bereits jetzt durch regelmäßige Supervision und Intervision begleitet, um eine hohe fachliche Qualität und Reflexion zu gewährleisten.
Die Schwerpunkte meiner Ausbildung umfassen:
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